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Ethnomedizin der Aborigines

Aborigines: Verbunden mit der Natur

Etwa 60.000 Jahre ist es her, dass der erste Aborigine einen Fuß auf den heute als Australien bekannten Kontinent setzte. Bald schon abgeschottet von den anderen Landmassen, entwickelte sich eine reiche Kultur, die stets eine enge spirituelle Verbindung zur Natur pflegte. Innerhalb der Clans, die sich über den gesamten Kontinent verteilten, gab es allerdings höchst unterschiedliche Rituale, wenngleich einige Traditionen übergreifend gelebt wurden und teilweise noch werden. Alles basiert auf der innigen Verbundenheit zur Natur - so auch das umfangreiche Heilwissen, die Ethno-Medizin der Aborigines. Fester Bestandteil sind beispielsweise Teebaumöle und Blütenessenzen, die die Lebensqualität erhöhen und gegen Viren, Pilze und Bakterien helfen können. 

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Die Teebaumöle der Aborigines

Die Teebaumöle, die die Aborigines verwenden, werden aus dem Teebaum oder ihm ähnlichen Bäumen (bzw. deren Blättern und Zweigen) gewonnen. Bekannt sind beispielsweise Cajeput, Manuka und Niaouli.

Mit seinen entzündungshemmenden und wundheilenden Eigenschaften, die bereits wissenschaftlichen bewiesen werden konnten, wird Teebaumöl besonders häufig für die Behandlung von Pickeln und unreiner Haut verwendet. 

 

Die Ureinwohner Australiens nutzten Teebaumöle aber auch zur Bekämpfung von Pilzen, Viren und Bakterien: Nagelpilz, Warzen und Fußpilz sind nur einige Erkrankungen, die mit diesem Naturheilmittel behandelt werden können. Weitere Anwendungsgebiete von Teebaumölen: 

  • Schuppen und juckende Kopfhaut: 2-3 Tropfen als Zusatz im Shampoo
  • Mundwasser, auch bei Halsschmerzen: ein paar Tropfen mit Wasser mischen, gurgeln (bekämpft Bakterien und Keime)
  • Massage: z. B. mit Babyöl mischen - wirkt entkrampfend und entspannend
  • Insektenstich: 1-2 Tropfen auf die Einstichstelle geben - lindert Juckreiz, reduziert Einstich-Schwellung 

Die Buschblütenessenzen der Aborigines ("Love Remedies")

Bei den "Love Remedies" handelt es sich um spezielle Buschblüten-Essenzen, die bei seelischen Blockaden und Gefühlsschwankungen eingesetzt werden. Emotionen und körperliche Ungleichgewichte sollen durch die speziellen Mischungen positiv beeinflusst werden. Während "She Oak" etwa zur Förderung der weiblichen Unausgeglichenheit eingenommen wird, sorgt "Angelsword" für eine klare spirituelle Kommunikation und "Crowea" für Frieden und Ruhe. So zumindest besagt es die lange Tradition der Aborigines. 

 

Dr. Ingfried Hobert ist Ethno-Mediziner und hat sich mit der Heilkunst und der Tradition der Aborigines eingehend befasst, so auch mit den Love Remedies. "Ihre Einnahme kann den Alltag verändern und damit das Leben erleichtern. Jede Essenz spiegelt den einzigartigen Charakter der vitalen Wirkkraft der jeweiligen Heilpflanze wider", befindet er auf seiner Webseite.

 

Mehr über Love Remedies erfahren

BUCHTIPPS: Die Ethno-Medizin der Aborigines

Ein Buch über die Kraft der besten Heilpflanzenrezepturen unseres Planeten. Auch der Medizin der Aborigines ist ein Kapitel gewidmet.

Mit Ehrfurcht und Respekt beschreibt Dr. Ingfried Hobert die Weisheit der alten Aborigines - vor allem auch das Heilwissen des Naturvolkes.



Aborigine-Kultur: Dreamtime und Walkabout

Die enge Verbindung der Aborigines zur Natur manifestiert sich nicht nur in ihrer Medizin. Die Ureinwohner Australiens sehen es als ihre Pflicht, die Natur zu erhalten - ihrer Schöpfungsgeschichte sind sich die Aborigines nur zu gut bewusst. Zu den festen Ritualen gehört daher die Traumzeit ("Dreamtime"), welche die Zeit symbolisiert, in der die Erde und die Menschheit entstanden sind. So ist es der feste Glaube der Aborigines, dass sie im Schlaf zum Ursprung dieser Schöpfung zurückkehren, genau wie die Seelen ihrer Verstorbenen. Aus der realen Gegenwart wiederum werden Geschichten und Ereignisse mitgenommen, die die Traumzeit weiter füllen. Alle Ereignisse zeigen sich laut Glaube der Aborigines in Landmarken - etwa Felsen, Quellen und anderen Naturerscheinungen. Bis zu 45.000 Jahre alte Felsmalereien zeugen noch heute von den in der Traumzeit erlebten Geschichten, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden und auch immer noch werden.  

Walkabout - auf der Songline durch Australien

Auch der Walkabout gehört zu den festen Traditionen in der Aborigine-Kultur. Sogenannte "Songlines", die von Generation zu Generation weitergegeben wurden, weisen männlichen Aborigines den Weg, wenn sie sich auf ihren Walkabout begeben. Markante Beschreibungen innerhalb der Songlines ermöglichen es ihnen, sich zurechtzufinden und so den Kontinent zu durchwandern. Im Grunde ist es ein Wandeln auf uralten Pfaden, während welchem eine Verbindung zur ureigenen Traumzeit erfolgt. 

Auch heute noch wird der Walkabout als spirituelles Ritual durchgeführt, doch die zunehmende Veränderung der Landschaft macht es immer schwieriger, den uralten Songlines zu folgen. 

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